PolyFiber II – Universeller Faser-Verdicker
PolyFiber II – Universeller Faser-Verdicker

PolyFiber II -Universal-Verdicker-

590103101
9,00 €
10,89 € MwSt. inkl.
Universeller, nicht toxischer Faser-Verdicker für Harze und Silikone. Verleiht der Mischung Thixotropie und Leichtigkeit für die Verarbeitung auf senkrechten Flächen.
 

PolyFiber II ist ein universeller Faser-Verdicker, der jede Harz- oder Silikonmischung in eine thixotrope Paste verwandelt, die auf senkrechten Flächen aufgetragen werden kann, ohne zu verlaufen. Nicht toxisch, wirkt zudem als Leichtmacher und reduziert das Endgewicht des Bauteils, ohne die Festigkeit zu beeinträchtigen.

Technische Daten

EigenschaftWert
TypFaser-Verdicker / Leichtmacher
KompatibilitätPolyester-, Polyurethan-, Epoxidharze und Silikone
ToxizitätNicht toxisch
EffektThixotropie + Gewichtsreduzierung
LieferformPulver / loses Trockenfaser-Granulat
LagerungTrocken und luftdicht verschlossen

Anwendungsbereiche

PolyFiber II wird direkt vor dem Aushärten in das Basis-Harz oder die Basis-Silikon eingearbeitet, um deren Rheologie zu verändern. Es ist unverzichtbar, wenn das Material genau dort bleiben soll, wo es aufgetragen wird, oder wenn das Laminatgewicht ohne Verlust der Struktursteifigkeit reduziert werden soll.

  • Anwendungen auf senkrechten oder schrägen Flächen, wo flüssiges Harz verlaufen würde
  • Gewichtsreduzierte Laminate in Glasfaser- oder Carbon-Composites
  • Füllmassen und Spachtelmassen auf Basis von Polyesterharzen
  • Verguss und gießen von Polyurethanharzen in Formen mit schwer zugänglichen Bereichen
  • Manuell aufgetragene Silikone auf Formen mit unregelmäßiger Oberfläche
  • FX-Teile und Prothesen, bei denen das Endgewicht eine Rolle spielt
  • Herstellung von Reparaturpasten und -spachtelmassen in der Werkstatt

Anleitung

  1. Bereite das Basis-Harz oder die Basis-Silikon gemäß den Anweisungen des jeweiligen Produkts vor (Mischen der Komponenten A+B falls erforderlich, jedoch noch ohne Katalysator bei Systemen, die dies erlauben).
  2. PolyFiber II nach und nach in kleinen Mengen zugeben und zwischen jeder Zugabe rühren.
  3. Sehr langsam und mit faltenden Bewegungen mischen, um keine Luft einzutragen und eine homogene Verteilung zu erzielen.
  4. Weiter Faser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist — Paste, Gel oder cremige Masse — ohne die Mischung zu übersättigen.
  5. Falls das System einen Katalysator erfordert (wie bei Zinnsilikonen), diesen jetzt einarbeiten und erneut vorsichtig mischen.
  6. Die thixotrope Mischung je nach Anwendung mit Spachtel, Pinsel oder Pistole auftragen.
  7. Die Aushärtezeiten des Basisprodukts einhalten; PolyFiber II verändert diese nicht.

Anwendungshinweise

Dosierung: weniger ist mehr am Anfang

Es gibt keine universell feste Mischungsrate, da jedes Harz und jede Silikon eine eigene Ausgangsviskosität hat. Beginne mit einer kleinen Menge, prüfe die Konsistenz und gib bei Bedarf mehr hinzu. Ist die Mischung einmal mit Faser gesättigt, kann dies nicht rückgängig gemacht werden: Die Charge müsste verworfen werden. Bei leichten Laminatanwendungen genügen in der Regel 2–5 Gew.-%; für dichte Pasten kann es bis zu 10–15 % sein.

Mischgeschwindigkeit und Temperatur

Immer bei niedriger Drehzahl oder von Hand mischen. Schnelles mechanisches Rühren bricht die Fasern, verringert den Verdickungseffekt und kann schwer zu entfernende Luftblasen einschließen. Bei kühlen Umgebungen (unter 18 °C) hat das Basisharz bereits eine höhere Viskosität, sodass weniger PolyFiber II benötigt wird, um die gewünschte Thixotropie zu erreichen. Im Sommer oder bei sehr fließfähigen Harzen ist die Dosierung etwas höher.

Lagerung und Feuchtigkeit

Die Faser muss vollständig trocken gehalten werden. Umgebungsfeuchtigkeit lässt sie verklumpen und erschwert die Verteilung. Den Behälter nach jeder Verwendung luftdicht verschließen und an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren. Ist das Produkt feucht geworden und bildet Klumpen, nicht verwenden: Die Verteilung wäre ungleichmäßig und das Ergebnis unvorhersehbar. Beachte auch die Verwendung in Kombination mit einem flüssigen thixotropen Additiv, wenn bei Silikonen eine kontrollierte Fließfähigkeit benötigt wird.

Häufig gestellte Fragen

Verändert dieser Verdicker die Aushärtezeit des Harzes?

Nein. PolyFiber II ist gegenüber der chemischen Aushärtereaktion inert. Die Gelierzeit und Entformungszeit ist exakt dieselbe wie vom Hersteller des Basis-Harzes oder der Basis-Silikon angegeben. Es verändert nur die Rheologie (Viskosität und Thixotropie) der Mischung, nicht die Reaktionskinetik.

Ist es mit allen Harztypen kompatibel?

Ja, PolyFiber II ist mit den meisten Werkstattharzen kompatibel: Polyester wie Ferpol 100 BSX15 DCPD, Polyurethan wie Feropur PR55+E55, Epoxid und auch Kondensationssilikone wie Easyl 3520. Bei Unsicherheit mit einem neuen System immer zuerst einen Test in kleiner Menge durchführen, bevor in größerem Maßstab gearbeitet wird.

Was ist der Unterschied zwischen einem Faser-Verdicker und einem flüssigen thixotropen Additiv?

Ein Faser-Verdicker wie PolyFiber II wirkt hauptsächlich mechanisch — die Fasern vernetzen das Harz und bilden ein Netzwerk — und reduziert zudem das Gewicht des fertigen Bauteils, da Volumen ohne nennenswerte Masse eingebracht wird. Ein flüssiges thixotropes Additiv wirkt durch chemische rheologische Modifikation und lässt sich in der Regel einfacher einarbeiten, ohne die Oberflächengüte zu beeinflussen. Für hochwertige Oberflächen liefert das flüssige Additiv glattere Ergebnisse; für Strukturlaminate oder Leichtbauteile ist PolyFiber II die geeignetere Wahl.

Kann es auf senkrechten Flächen verwendet werden, ohne zu verlaufen?

Ja, das ist einer der Hauptanwendungsbereiche. Einmal in der richtigen Menge eingearbeitet, ist die resultierende Mischung thixotrop: Sie fließt beim Auftragen mit Spachtel oder Pinsel, gewinnt aber in Ruhe wieder ihre Konsistenz zurück und bleibt auf geneigten oder senkrechten Flächen an Ort und Stelle, während sie aushärtet.

Wie viel Verdicker muss für eine dichte Paste zugegeben werden?

Es gibt keine universell feste Mischungsrate. Dies hängt von der Ausgangsviskosität des Basis-Harzes oder der Basis-Silikon und dem gewünschten Ergebnis ab. Als allgemeine Orientierung: für einen leichten Geleffekt zwischen 2 und 5 Gew.-%; für eine dichte spachtelartige Paste bis zu 10–15 %. Immer schrittweise zugeben und die Konsistenz prüfen, bevor mehr hinzugefügt wird.

Beeinflusst es die mechanischen Endeigenschaften des Bauteils?

In moderaten Mengen kann PolyFiber II die Zugfestigkeit von Composite-Bauteilen sogar leicht verbessern, da es als faserförmige Verstärkungsfüllung wirkt. Bei hohen Dosierungen kann die Druckfestigkeit etwas abnehmen. Für sicherheitskritische Strukturanwendungen sollten mechanische Tests mit dem spezifischen verwendeten System durchgeführt werden.

Sind die Fasern gesundheitsgefährdend?

PolyFiber II ist als nicht toxisch eingestuft. Dennoch empfiehlt es sich beim Umgang mit dem trockenen Pulver, eine Feinstaubmaske zu tragen und in einem gut belüfteten Bereich zu arbeiten, um das Einatmen von Schwebepartikeln zu vermeiden. Konsultiere vor dem Einsatz in Produktionsumgebungen stets das SICHERHEITSDATENBLATT des Produkts.

Ist ein Trennmittel erforderlich, wenn mit verdickten Mischungen gearbeitet wird?

Ja. PolyFiber II verändert die Hafteigenschaften des Basisharzes nicht. Wenn dieses ein Trennmittel erfordert, gilt das auch für die verdickte Mischung. Für Silikonformen kann Ferosil V 32 verwendet werden. Das geeignete Trennmittel immer auf die Form auftragen, bevor die Mischung gegossen oder aufgetragen wird.

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