Mikrohohlkugeln aus Glas
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Hohle Glasmikrosphären sind ein inerter weißer Füllstoff aus mikroskopisch kleinen, innen hohlen Glaskugeln. Sie werden Polyester-, Epoxy- oder Polyurethanharzen zugesetzt, um das Gewicht des Bauteils zu reduzieren, das Volumen zu erhöhen, die Verarbeitbarkeit zu verbessern und das Schleifen des ausgehärteten Materials zu erleichtern.
Technische Spezifikationen
| Aussehen | Weißes Pulver |
|---|---|
| Form | Mikroskopisch kleine Hohlkugeln |
| Basismaterial | Borosilikatglas |
| Farbe | Weiß |
| Wirkung auf das Harz | Reduziert Gewicht, erhöht Volumen, verringert Schwindung, erleichtert Schleifen |
| Kompatibilität | Polyester-, Epoxy- und Polyurethanharze |
| Chemisches Verhalten | Inertes Material — beeinflusst die Aushärtung nicht |
| Mischungsverhältnis | Variabel je nach Anwendung und gewünschtem Ergebnis |
Wofür wird es verwendet
Hohle Glasmikrosphären sind ein weit verbreiteter Füllstoff in Composite-Werkstätten, im Bootsbau, im Modellbau und im Bereich der Spezialeffekte. Ihre chemische Neutralität und ihr geringes spezifisches Gewicht machen sie zum effektivsten Füllstoff zum Leichtmachen von Bauteilen, ohne die Struktur des ausgehärteten Materials zu beeinträchtigen. Außerdem glätten sie die Oberfläche und verbessern die Abriebfestigkeit.
- Gewichtsreduzierung bei Laminaten und gießen von Epoxy- oder Polyesterharz
- Herstellung leichter, leicht schleifbarer Spachtelmassen für Strukturreparaturen
- Boots- und Yachtbau sowie Reparatur: Schiffsrümpfe, Surfbretter
- Aeromodellbau: leichte Bauteile mit guter Oberflächenqualität
- Modellbau: Erzeugen eines Schnee-Effekts durch Mischen mit transparenten Epoxyharzen
- Füllmassen und Spachtel mit Harz zum Ausgleichen von Oberflächen vor dem Lackieren
- Reduzierung der Schwindung bei Bauteilen mit großem Volumen
- Glättung der Oberflächenqualität bei gegossenen Bauteilen
Anwendung
- Bereite das Basisharz (Polyester, Epoxy oder Polyurethan) gemäß den Herstelleranweisungen vor. Mische die Komponenten gut durch, bevor du den Füllstoff hinzufügst.
- Gib die hohlen Glasmikrosphären nach und nach in das bereits gemischte Harz und rühre dabei mit einem Spatel sanft und gleichmäßig.
- Passe den Füllstoffanteil je nach gewünschtem Ergebnis an: Je mehr Mikrosphären, desto größer das Volumen, desto geringer das Gewicht und desto leichter das Schleifen – jedoch auch desto geringer die mechanische Festigkeit.
- Überprüfe die Homogenität der Mischung. Es dürfen keine Klumpen oder ungleichmäßig verteilten Zonen vorhanden sein.
- Trage die Mischung mit einem Spatel auf oder gieße sie in die Form bzw. den Reparaturbereich gemäß dem verwendeten Verfahren.
- Lass die Mischung die vom verwendeten Harz angegebene Aushärtezeit einhalten. Die Mikrosphären verändern die Aushärtezeit nicht, da sie ein inertes Material sind.
- Nach dem Aushärten die Oberfläche normal schleifen und bearbeiten. Das Vorhandensein von Mikrosphären erleichtert das Schleifen erheblich.
Anwendungshinweise
Richtwerte für Mischungsverhältnisse je nach Anwendung
Es gibt kein universelles Mischungsverhältnis: Für leichte, leicht schleifbare Spachtelmassen können bis zu 30–40 % nach Volumen zugegeben werden. Um das Gewicht beim gießen zu reduzieren und dabei eine gewisse Festigkeit zu erhalten, beginne mit 10–15 % und erhöhe schrittweise je nach Ergebnis. Führe immer einen Vortest in kleinem Maßstab durch, bevor du mit größeren Mengen arbeitest.
Handhabung und Lagerung
Die Mikrosphären sind sehr leicht und können sich bei der Handhabung leicht in der Luft verteilen. Arbeite in einem gut belüfteten Bereich und verwende eine FFP2-Atemschutzmaske oder höher, um das Einatmen des Feinstaubs zu vermeiden. Lagere den Behälter gut verschlossen an einem trockenen, feuchtigkeitsgeschützten Ort. Feuchtigkeit kann zu Verklumpung des Pulvers führen und dessen Einarbeitung in das Harz erschweren.
Kompatibilität und Einschränkungen
Da es sich um ein inertes Material handelt, sind hohle Glasmikrosphären mit praktisch allen gängigen Harzen kompatibel. Sie beschleunigen oder verzögern die Aushärtung nicht. Beachte, dass ein höherer Füllstoffanteil die endgültige mechanische Festigkeit verringert: Verwende bei anspruchsvollen Strukturanwendungen niedrige Anteile. Wenn du einen Füllstoff benötigst, der Gewicht hinzufügt anstatt es zu reduzieren, gibt es im Feroca-Füllstoffkatalog andere Optionen wie Bronzepulver oder Kupferpulver.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Füllstoff kann ich dem Harz hinzufügen?
Das Mischungsverhältnis ist variabel und hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Hohle Glasmikrosphären ermöglichen es, die Menge je nach Anwendung anzupassen: von 5–10 % nach Volumen zum Leichtmachen von Gießharz bis zu 30–40 % für sehr leichte, leicht schleifbare Spachtelmassen. Beginne mit niedrigen Anteilen, prüfe das Ergebnis und passe an. Je mehr Mikrosphären, desto geringer die mechanische Festigkeit des fertigen Bauteils.
Beeinflusst dieser Füllstoff die Katalysierung oder die Aushärtezeit des Harzes?
Nein. Hohle Glasmikrosphären sind ein inertes Material, das nicht in die chemische Reaktion des Harzes eingreift. Sie beschleunigen oder verzögern die Aushärtung nicht und beeinflussen das zu verwendende Katalysatorverhältnis nicht. Du kannst sie bedenkenlos verwenden, ohne die Arbeitsparameter deines gewohnten Harzes zu ändern.
Mit welchen Harztypen sind sie kompatibel?
Sie sind kompatibel mit Polyester-, Epoxy- und Polyurethanharzen. Ihre chemische Inertheit macht sie für nahezu jedes Harzsystem geeignet. Bei Feroca werden sie häufig zusammen mit Epoxyharzen wie der Epofer EX401+E432 sowohl für Guss als auch für Spachtelmassen verwendet.
Kann ich sie verwenden, um im Modellbau einen Schnee-Effekt zu erzeugen?
Ja. In einem hohen Anteil mit einem transparenten Epoxyharz gemischt, erzeugen hohle Glasmikrosphären dank ihrer weißen Farbe und ihrer körnig-schwammigen Erscheinung einen sehr überzeugenden Schnee-Effekt. Dies ist eine gängige Technik im Gelände- und Dioramamodellbau.
Sind sie für Bootsreparaturen geeignet?
Ja, das ist eine ihrer klassischsten Anwendungen. Ihre weiße Farbe, ihr geringes Gewicht und die einfache Schleifbarkeit machen sie ideal für die Herstellung von Reparaturspachtelmassen bei Schiffsrümpfen, Surfbrettern und anderen nautischen Anwendungen. Sie werden mit Polyester- oder Epoxyharz gemischt, bis die gewünschte Spachtelkonsistenz erreicht ist.
Sind bei der Handhabung besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich?
Ja. Da es sich um ein sehr feines und leichtes Pulver handelt, können sich die Mikrosphären bei der Handhabung leicht in der Luft verteilen. Arbeite in einem belüfteten Bereich und verwende eine FFP2-Atemschutzmaske oder höher. Vermeide auch längeren Kontakt mit Augen und Haut. Halte den Behälter gut verschlossen, damit Feuchtigkeit das Produkt nicht verklumpen lässt.
Worin unterscheiden sie sich von anderen Füllstoffen wie Marmolina oder Kieselgel?
Jeder Füllstoff hat eine andere Wirkung auf das Harz. Hohle Glasmikrosphären reduzieren das Gewicht und erleichtern das Schleifen. Die Marmolina verleiht Körper und Deckkraft, ohne das Gewicht so stark zu reduzieren. Das Kieselgel AT2 wirkt hauptsächlich als Thixotropiermittel, um das Harz zu verdicken und Verlaufen zu verhindern. Die Wahl hängt vom gewünschten Effekt für dein Projekt ab.
Kann ich die Mikrosphären mit anderen Füllstoffen kombinieren?
Ja. Es ist üblich, hohle Mikrosphären mit Kieselgel AT2 zu kombinieren, um Spachtelmassen zu erhalten, die gleichzeitig leicht und thixotrop sind, und so zu verhindern, dass die Mischung bei senkrechter Anwendung verläuft. Die Kombination von Füllstoffen ermöglicht es, das Mischungsverhalten je nach den Anforderungen der jeweiligen Anwendung fein abzustimmen.
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