PolyFoam R2 -Rigid Polyurethane Foam- -PolyFoam R2 -Rigid Polyurethane Foam-
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PolyFoam R2 ist ein zweikomponentiger Polyurethan-Hartschaum mit einer volumetrischen Expansion von 8 bis 15 Mal seines ursprünglichen Volumens. Die Formulierung ist frei von TDI, MOCA, Schwermetallen und HCFC, praktisch geruchlos und bietet eine hervorragende Oberflächendetailwiedergabe. Ideal für leichte Füllungen, Prototypen und Serienteile, wenn du einen harten, präzisen und einfach zu verarbeitenden Schaum benötigst.
Technische Spezifikationen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Typ | Polyurethan-Hartschaum, zweikomponentig |
| Mischungsverhältnis nach Gewicht | 100A : 100B |
| Mischungsverhältnis nach Volumen | 100A : 100B |
| Viskosität der Mischung | ~500 cP |
| Startzeit (cream time) | 30 Sekunden |
| Aufstiegszeit (foam rise) | ~3 Minuten |
| Tack-free-Zeit | ~10 Minuten |
| Entformungszeit | 30 Minuten |
| Volumetrische Expansion | 8 — 15 Mal |
| Freiaufstiegsdichte | ~40 kg/m³ |
| Formdichte | 64 — 128 kg/m³ |
| Zusammensetzung | Frei von TDI, MOCA, Schwermetallen und HCFC |
Anwendungsbereiche
PolyFoam R2 ist für Anwendungen konzipiert, bei denen eine starre und leichte Struktur mit guter Detailwiedergabe erforderlich ist. Durch seine geringe Freiaufstiegsdichte und ausgezeichnete Fülleigenschaften ist er eine Referenz in der Herstellung dekorativer Teile und technischer Modelle:
- Füllung von Hohlteilen zur Erhöhung der Steifigkeit ohne übermäßige Gewichtszunahme
- Dekorationsobjekte, Requisiten und Bühnenbilder
- Leichte Gegenformen zur Verstärkung von Silikonformen
- Serienproduktion von Teilen aus Polyurethanharz-Formen
- Modelle und Prototypen mit geringer Dichte
- Duplizierung von Masters und Vorlagen
- Innenstrukturen für Gelenkfiguren oder FX-Props
Verarbeitungsanleitung
- Form vorbereiten. Stelle sicher, dass die Form — vorzugsweise aus Platingummi oder Polyurethangummi — sauber, trocken und korrekt geschlossen ist. Trage ein Trennmittel auf, wenn das Formmaterial dies erfordert.
- Komponenten konditionieren. Bringe die Komponenten A und B auf Verarbeitungstemperatur (20–25 °C). Schüttele jede Komponente separat gut auf, bevor du sie mischst, da Komponente A sedimentieren kann.
- Im Verhältnis 1:1 abwiegen oder abmessen. Gleiche Teile nach Gewicht oder Volumen mischen. Verwende eine Präzisionswaage oder graduierte Behälter.
- 20–30 Sekunden kräftig mischen. Wände und Boden des Behälters gut abschaben. Die Mischung beginnt fast sofort zu cremen — du hast ca. 30 Sekunden Verarbeitungszeit.
- Sofort in die Form gießen. Da die Startzeit sehr kurz ist, direkt nach dem homogenen Mischen gießen. Bei geschlossenen Formen nur das erforderliche Volumen unter Berücksichtigung der erwarteten Expansion (8–15x) einfüllen.
- Form schließen und sichern. Der Expansionsdruck kann erheblich sein. Klemmen, Schraubzwingen oder Spannsysteme verwenden, um zu verhindern, dass sich die Form während des Prozesses öffnet.
- 30 Minuten aushärten lassen, dann entformen. Bei Raumtemperatur erreicht das Teil nach 30 Minuten ausreichende Härte für die Entformung. Die vollständige Aushärtung setzt sich in den folgenden Stunden fort.
Verarbeitungstipps
Füllvolumen sorgfältig berechnen
Der Schaum kann sich bis auf das 15-fache seines ursprünglichen Volumens ausdehnen. Wenn du zu viel in eine geschlossene Form gießt, kann der Expansionsdruck die Form beschädigen oder Undichtigkeiten verursachen. Als Richtwert: Für eine Formdichte von 64 kg/m³ ausgehend von einer Freiaufstiegsdichte von 40 kg/m³ musst du das Hohlraumvolumen und den tatsächlichen Expansionsfaktor je nach Formbeschränkung berechnen. Führe vor der Serienproduktion Tests mit kleinen Mengen durch.
Empfohlene Formen und Trennmittel
Platingummi-Silikonformen sind die bevorzugte Option für PolyFoam R2: In den meisten Fällen ist kein Trennmittel erforderlich, da das Material von Natur aus antihaftend ist. Der Schaum haftet jedoch selbstklebend auf vielen Substraten (Holz, Pappe, vorhandener Schaum, Textilien), was vorteilhaft ist, wenn das Ziel die dauerhafte Füllung eines Teils ist. Bei Harz- oder Gipsformen immer ein Trennmittel in einer dünnen, gleichmäßigen Schicht auftragen, um die Entformung ohne Oberflächenbeschädigung zu erleichtern.
Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit
Die Temperatur ist der Faktor, der die Reaktionsgeschwindigkeit am stärksten beeinflusst. Über 25 °C verkürzt sich die Startzeit noch weiter und die Expansion verläuft schneller. Unter 18 °C verlangsamt sich die Aushärtung und es können Oberflächenprobleme auftreten. Immer bei stabiler Temperatur zwischen 20 und 25 °C arbeiten. Hohe Luftfeuchtigkeit kann zusätzliches CO₂ in die Mischung einbringen und die Oberflächenporosität leicht erhöhen; in sehr feuchter Umgebung die Form vor dem Gießen konditionieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie stark dehnt sich dieser Schaum beim Mischen der beiden Komponenten aus?
PolyFoam R2 hat eine volumetrische Expansion von 8 bis 15 Mal. Im Freiaufstieg (ohne Formbeschränkung) erreicht er eine Dichte von ca. 40 kg/m³. Wenn er in einem geschlossenen Raum geformt wird, steigt die Enddichte je nach Einschränkungsgrad auf 64–128 kg/m³.
Kann er in Formen verwendet werden, die nicht aus Silikon sind?
Ja. PolyFoam R2 funktioniert gut in Polyurethangummi-Formen sowie in starren Formen (Harz, Gips, Holz), sofern ein geeignetes Trennmittel verwendet wird. Platingummi-Silikonformen sind am meisten empfohlen, da sie kein Trennmittel benötigen und die Entformung von Teilen mit komplexer Geometrie erleichtern.
Wie viel Verarbeitungszeit bleibt nach dem Mischen der Komponenten?
Die Startzeit beträgt ca. 30 Sekunden. Das ist sehr kurz, also muss die Form vorbereitet und bereit sein, bevor mit dem Mischen begonnen wird. Schnell und homogen mischen und sofort gießen.
Kann der ausgehärtete Schaum geschliffen, lackiert oder mechanisch bearbeitet werden?
Ja. Nach der Aushärtung kann PolyFoam R2 problemlos geschliffen, gefräst, gebohrt und lackiert werden. Seine Steifigkeit und Formdichte (bis 128 kg/m³) machen ihn geeignet für Oberflächenbehandlungen mit Grundierungen und Wasser- oder Lösemittelfarben. Beim Bohren und Befestigen von Schrauben unter erheblicher Strukturlast ist zu beachten, dass die Traglast begrenzt ist; er ist eher für leichte Lasten oder Positionierungszwecke geeignet.
Ist er für Wärmedämmungsanwendungen geeignet?
Nein. PolyFoam R2 ist für Detailwiedergabe, Teilefüllung und Modellbau formuliert, nicht für thermische oder akustische Dämmung im Bauwesen. Für Dämmungsanwendungen sind spezifische Schäume mit zertifizierten Wärmeleitfähigkeiten erforderlich, was nicht der Zweck dieser Produktfamilie ist.
Enthält er Lösungsmittel oder giftige Bestandteile?
PolyFoam R2 enthält kein TDI (Toluoldiisocyanat), kein MOCA, keine Schwermetalle und kein HCFC, was ihn zu einer der sichersten Formulierungen in seiner Kategorie macht. Er ist praktisch geruchlos. Dennoch enthält Komponente B Isocyanate und muss mit ausreichender Belüftung, Handschuhen und Augenschutz verarbeitet werden. Immer die Sicherheitsdatenblätter beider Teile konsultieren.
Was passiert, wenn zu viel Schaum in eine geschlossene Form gegossen wird?
Wenn die Mischungsmenge für das Hohlraumvolumen zu groß ist, kann der Expansionsdruck die Form aufsprengen, die Wände verformen oder Undichtigkeiten an den Fugen verursachen. Immer die erforderliche Menge anhand des Teileigenvolumens und der angestrebten Formdichte berechnen. Vor der Serienproduktion im Kleinformat testen, um die Dosierung anzupassen.
Kann er mit anderen Schäumen oder Polyurethanharzen kombiniert werden?
PolyFoam R2 haftet selbstklebend auf vielen Substraten, einschließlich anderer Polyurethanschäume und poröser Substrate. Er kann als Füllung nach einer mit SKINFOAM 350 erstellten Hautschicht verwendet werden, oder in Kombination mit Teilen aus starrem Polyurethanharz als Tragstruktur. Stelle sicher, dass die Verbindungsflächen sauber, trocken und frei von Trennmitteln sind, wenn dauerhafte Haftung gewünscht wird.
- Arbeitszeiten
- 30 Sekunden
- Aushärtungszeit
- 30 min
- Volumen Mischungsverhältnis
- 100A:100B
- Gemischtes Gewichtsverhältnis
- 100A:100B
- Wachstum
- 8/15 mal