Flumo - Flüssige Tonerde -1L
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Flumo ist ein Schlicker — flüssiger Ton — der an der Luft trocknet, ohne dass ein Keramikbrennofen benötigt wird, und dabei eine Härte und Festigkeit erreicht, die mit herkömmlichen Keramikstücken vergleichbar ist. Er ist für die Verarbeitung in Gipsformen nach dem klassischen Gießverfahren formuliert und besonders geeignet für die Herstellung von Puppen, Miniaturen und hochpräzisen Dekorationsstücken.
Technische Daten
| Darreichungsform | Gebrauchsfertiger Schlicker (flüssig) |
|---|---|
| Gebindegröße | 1 Liter |
| Trocknung | An der Luft, ohne Brennen im Ofen |
| Ergebnis | Hohe Härte und keramische Festigkeit |
| Einfärben im Rohzustand | Wasserbasierte Pigmente oder Farbstoffe |
| Oberflächenbearbeitung nach dem Trocknen | Bemalbarer, lackierbarer, polierbarer, schnitz- und bohrbarer Rohling |
| Verdünnungsmittel | Destilliertes Wasser (nur bei Bedarf) |
| Normen | EN-71 (Europa) / AP-Siegel (nicht toxisch, USA) |
| Haltbarkeit (verschlossenes Behältnis) | Mindestens 2 Jahre |
Anwendungsbereiche
Flumo ist für alle Gießtechniken in Gipsformen geeignet, bei denen normalerweise brennpflichtige Steingut- oder Porzellantone erforderlich wären. Durch den Wegfall des Brennofens vereinfacht sich der Prozess erheblich, ohne Qualitätseinbußen bei den fertigen Stücken. Es ist ein Standardmaterial in der Welt des Kunsthandwerks, des Hobbys und der halbindustriellen Figurenproduktion.
- Herstellung von Gelenkpuppen und Puppenköpfen
- Miniaturen für Modellbau, Wargame und Dekoration
- Dekorative und ornamentale Stücke mit keramischer Optik
- Reproduktion von Figuren mit mehrteiligen Gipsformen
- Prototypen und Modelle in Keramikwerkstätten ohne Brennofen
- Bildungsaktivitäten und Bastelprojekte mit Kindern (EN-71 geeignet)
Anleitung
- Behältnis vor dem Öffnen kräftig schütteln. Den flüssigeren Teil an der Oberfläche nicht wegschütten; er ist Bestandteil der Mischung und muss wieder eingearbeitet werden.
- Langsam rühren bis eine vollständig homogene Masse entsteht; dabei keine Luft einarbeiten, um Blasen im fertigen Stück zu vermeiden.
- Ruhen lassen: das Produkt nach dem Rühren einige Minuten stehen lassen, damit eventuell eingeschlossene Luftblasen aufsteigen und entweichen können.
- Wenn Sie den Schlicker einfärben möchten, jetzt wasserbasierte Pigmente oder Farbstoffe hinzufügen und mischen, bis eine gleichmäßige Farbe entsteht.
- Den flüssigen Ton vorsichtig in die saubere, trockene Gipsform gießen und bis zum Rand auffüllen.
- Gießzeit kontrollieren: Der Gips absorbiert das Wasser aus dem Schlicker und bildet dabei eine feste Schicht an den Formwänden. Wenn die gewünschte Wandstärke erreicht ist, den überschüssigen Schlicker ausgießen.
- In der Form aushärten lassen, bis sich das Stück von selbst löst oder ohne Verformung entformt werden kann.
- Das Stück vorsichtig entnehmen und an einem belüfteten Ort, fernab von direkten Wärmequellen, vollständig an der Luft trocknen lassen.
- Endbearbeitung: Nach dem vollständigen Trocknen kann das Stück je nach Verwendungszweck bemalt, lackiert, geschnitzt oder gebohrt werden.
Anwendungstipps
Viskosität und Verdünnung
Wenn der Schlicker durch Verdunstung oder längere Lagerung eingedickt ist, korrigieren Sie dies stets mit destilliertem Wasser, das in kleinen Mengen zugegeben und langsam eingearbeitet wird. Leitungswasser enthält Kalk und Mineralsalze, die die Rheologie der Mischung verändern können und zu unvorhersehbaren Viskositätsschwankungen sowie Oberflächenfehlern am fertigen Stück führen können.
Blasenkontrolle
Luftblasen sind das häufigste Problem beim Schlickerguss. Um sie zu minimieren: immer langsam und kreisförmig rühren, niemals mit ruckartigen Bewegungen; das Produkt mindestens 5 Minuten ruhen lassen, bevor es gegossen wird; und die Form in einem gleichmäßigen, feinen Strahl befüllen. Wenn eine Vakuumkammer zur Verfügung steht, entgast das Entgasen des Schlickers vor dem Gießen praktisch alle Poren.
Pflege der Gipsform
Gipsformen müssen vor jedem Guss gut getrocknet sein: Eine feuchte Form verlangsamt die Absorption und erzeugt ungleichmäßige Wandstärken. Zwischen den Güssen die Form mindestens 30–60 Minuten offen an einem belüfteten Ort stehen lassen. Keine herkömmlichen Trennmittel bei Formen für Schlicker verwenden, da der Gips das Wasser aus der Mischung durch Kapillarwirkung absorbiert und jede Sperrschicht diesen Prozess verhindern würde.
Häufig gestellte Fragen
Müssen die Stücke in einem Keramikbrennofen gebrannt werden?
Nein. Flumo ist genau dafür formuliert, diesen Schritt zu eliminieren. Die Stücke trocknen an der Luft und erreichen eine Härte und Festigkeit, die mit herkömmlicher Keramik vergleichbar ist, ohne dass ein Brennvorgang erforderlich ist. Dadurch ist es für Werkstätten ohne Brennofen und für den Einsatz in der Bildung geeignet.
Mit welcher Art von Form kann ich es verwenden?
Flumo ist für Gipsformen konzipiert, die die traditionelle Grundlage für die Schlickergießtechnik darstellen. Der Gips absorbiert das Wasser der Mischung allmählich und bildet dabei die feste Wandung des Stücks. Es ist nicht mit Silikonformen oder anderen undurchlässigen Materialien für diese spezifische Absorptionsgießtechnik kompatibel.
Kann ich den flüssigen Ton vor dem Gießen einfärben?
Ja. Im flüssigen Zustand nimmt Flumo problemlos wasserbasierte Pigmente und Farbstoffe auf. Den Farbstoff vor dem Gießen hinzufügen, gut mischen, bis eine homogene Farbe entsteht, und zum Entfernen von Blasen ruhen lassen. Sobald das Stück getrocknet ist, kann es auch mit jeder Art von Farbe oder Lack bemalt bzw. lackiert werden.
Wie lange dauert das Trocknen eines Stücks?
Die Trocknungszeit hängt von der Wandstärke des Stücks, der Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit ab. Unter normalen Bedingungen (20–25 °C, mäßige Luftfeuchtigkeit) können dünnwandige Stücke nach wenigen Stunden entformt werden, das vollständige Trocknen kann jedoch 24–48 Stunden dauern. Den Prozess nicht mit direkter Wärme beschleunigen, da dies zu Rissen führen kann.
Kann das getrocknete Stück wie Keramik bearbeitet werden?
Ja. Nach dem Trocknen kann das Stück mit Modellierwerkzeugen geschnitzt, gebohrt, geschliffen und poliert werden. Es nimmt auch alle Arten von Oberflächen an: Acrylfarben, wasser- oder lösemittelbasierte Lacke und Patinas. Die endgültige Härte ist mit Keramik vergleichbar, obwohl kein Brennvorgang stattgefunden hat.
Wie lange ist das Produkt im Behältnis haltbar?
Flumo hat eine Mindesthaltbarkeit von zwei Jahren im original verschlossenen Behältnis, wenn es unter geeigneten Bedingungen gelagert wird (kühler Ort, frostfrei und ohne Einwirkung extremer Temperaturen). Nach dem Öffnen das Behältnis nach jeder Verwendung gut verschließen, damit die Oberfläche nicht austrocknet oder eine Haut bildet.
Ist es sicher für die Verwendung mit Kindern?
Ja. Flumo erfüllt die europäische Spielzeugsicherheitsnorm EN-71 und trägt das AP-Siegel für nicht toxische Produkte der US-amerikanischen Norm. Es ist ein geeignetes Material für Bildungsaktivitäten und Kinderkurse, stets unter Aufsicht Erwachsener beim Umgang mit der Gipsform.
Was tun, wenn der Schlicker im Behältnis eingedickt ist?
Wenn Flumo seine Fließfähigkeit verloren hat, kleine Mengen destilliertes Wasser hinzufügen und dabei langsam rühren, bis die gewünschte Viskosität wieder erreicht ist. Niemals Leitungswasser verwenden: Die darin enthaltenen Mineralien können die Rheologie der Mischung verändern. Wenn sich an der Oberfläche ein trockener Film gebildet hat, diesen entfernen, bevor das restliche Produkt homogenisiert wird.