6mm Glasfaser-Schnittgarne
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Die 6 mm Glasfaser-Schnittfasern sind eine Hochleistungs-Strukturfüllstoff zum Verstärken von Polyester-, Epoxid- und Acrylharzen. Ihre Schnittlänge ist optimiert, um sich homogen in der Polymermatrix zu verteilen und die mechanische Festigkeit sowie die Schlagzähigkeit des resultierenden Laminats oder Spachtels zu erhöhen. Wenn du Verstärkungsfüllstoff mit voller Kontrolle über Anteil und Faserorientierung benötigst, ist dies dein Material.
Technische Spezifikationen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Material | E-Glasfaser |
| Schnittlänge | 6 mm |
| Format | Beutel à 1 kg |
| Kompatibilität | Polyester-, Epoxid- und Acrylharze |
| Anwendung | Struktureller Verstärkungsfüllstoff, Faserspachtel |
Wofür werden sie verwendet
Die 6 mm Schnittfasern werden direkt vor der Verarbeitung oder Gelierung in das flüssige Harz eingearbeitet und wirken als disperse Verstärkung in der gesamten Masse. Sie sind besonders nützlich, wenn Steifigkeit und Rissbeständigkeit erforderlich sind, ohne auf herkömmliche Gewebe oder Matten zurückgreifen zu müssen. Außerdem ermöglichen sie die Formulierung von Strukturfüllspachteln mit sehr guten mechanischen Eigenschaften.
- Verstärkung von Polyesterharz-Laminaten bei Bauteilen mit komplexer Geometrie
- Verstärkungsfüllstoff in Epoxidharzen für Strukturbauteile
- Herstellung von Faserspachteln mit hoher Schlagzähigkeit durch Einmischen der Fasern in hohem Anteil in Polyesterharz
- Reparatur von Rissen und geschwächten Stellen in bestehenden Glasfaserlaminaten
- Verstärkung von gegossenen Teilen aus Acrylharzen
- Handwerkliche und semi-industrielle Verbundwerkstoffprojekte, bei denen isotrope Verstärkung erforderlich ist
- Spritzanwendungen ohne Schneidpistole
Anwendung
- Das gewählte Harz (Polyester, Epoxid oder Acryl) in einem sauberen und trockenen Behälter vorbereiten und dabei die vom Hersteller angegebenen Mischungsverhältnisse einhalten.
- Die Schnittfasern dem noch nicht katalysierten Harz hinzufügen. Das übliche Verhältnis für moderate Verstärkung beträgt 20–30 Gew.-% bezogen auf das Harz; für Strukturspachtel können bis zu 50 % oder mehr erreicht werden.
- Mit einem Spachtel oder Rührstab mischen, bis die Fasern gleichmäßig in der gesamten Masse verteilt sind und keine Klumpen oder faserfreien Zonen entstehen.
- Den Katalysator oder Härter im richtigen Verhältnis hinzufügen und erneut vorsichtig mischen, um keine Luftblasen einzuschließen.
- Die Mischung in die Form oder den Reparaturbereich auftragen, bevor die Gelierung beginnt. Sie kann je nach Bauteilgeometrie mit einem Spachtel aufgetragen oder gegossen werden.
- Die für das verwendete Harz erforderliche Aushärtezeit einhalten. Nicht entformen, bevor das Bauteil die erforderliche Härte erreicht hat.
- Nach dem Aushärten kann das Bauteil wie gewohnt geschliffen, lackiert oder nachbearbeitet werden.
Anwendungshinweise
Mischungsverhältnisse je nach Endanwendung
Für eine leichte Verstärkung in einem fließfähigen Laminat mit niedrigen Anteilen arbeiten (15–25 Gew.-%). Wenn das Ziel ein dicker, struktureller Spachtel ist, den Anteil auf 50 % oder mehr erhöhen. Beachte: Je höher der Faseranteil, desto viskoser und schwerer verarbeitbar wird die Mischung. Es kann daher hilfreich sein, das Harz leicht vorzuwärmen oder bei erhöhter Raumtemperatur zu arbeiten, um die Fließfähigkeit zu verbessern. Wenn zusätzlich ein thixotroper Effekt gewünscht wird, um Verlaufen zu verhindern, kann der Mischung Kieselgel AT2 zugegeben werden.
Mit anderen Füllstoffen kombinieren, um Eigenschaften anzupassen
Die Schnittfasern können mit anderen Füllstoffen kombiniert werden, um das Verhalten der Endmischung zu optimieren. Die Zugabe von Glashohlkugeln reduziert das Gewicht des Bauteils, ohne die Festigkeit übermäßig zu beeinträchtigen. Für eine weiße, leichte Füllung mit guter Verarbeitbarkeit kann Marmolmehl in das Harz eingemischt werden. Vor der endgültigen Anwendung empfiehlt es sich, die Verhältnisse in kleinen Mengen zu erproben.
Lagerung und Handhabung
Die Fasern im original verschlossenen Beutel an einem trockenen und feuchtigkeitsgeschützten Ort aufbewahren. Glasfasern können bei ungeschütztem Umgang Haut und Schleimhäute reizen: Nitrilhandschuhe, FFP2-Partikelschutzmaske und Schutzbrille beim Umgang verwenden. Bei der Arbeit mit Polyesterharzen den Arbeitsbereich gut belüften, um eine Styrolansammlung zu vermeiden. Nach vollständigem Aushärten ist das Material inert und sicher.
Häufig gestellte Fragen
Mit welchen Harztypen sind diese Fasern kompatibel?
Die 6 mm Glasfaser-Schnittfasern sind kompatibel mit Polyesterharzen (einschließlich ortho-, iso- und DCPD-Typen), Epoxidharzen und Acrylharzen. In allen Fällen erleichtert die Schlichte der Faser die Haftung an der Polymermatrix und gewährleistet eine gute Lastübertragung zwischen Faser und Harz.
Welches Mischungsverhältnis von Fasern zum Harz ist empfehlenswert?
Das hängt von der Anwendung ab. Für allgemeine Verstärkung in einem fließfähigen Laminat werden 15–30 Gew.-% bezogen auf das Harz empfohlen. Für die Herstellung dichter Strukturspachtel können bis zu 50 % oder mehr verwendet werden. Bei höherem Anteil wird die Mischung viskoser und schwerer zu verarbeiten, daher sollte das Verhältnis je nach Geometrie und Verarbeitungsweise angepasst werden.
Können sie zur Herstellung von Reparaturspachteln verwendet werden?
Ja, das ist eine ihrer häufigsten Anwendungen. Durch Einmischen der Schnittfasern in hohem Anteil in Polyesterharz entsteht ein Faserspachtel mit hervorragender Schlag- und Rissbeständigkeit, ideal zum Reparieren beschädigter Laminate, Auffüllen von Fehlstellen oder Erstellen lokaler Verstärkungen an Glasfaserbauteilen.
Was ist der Unterschied zwischen Schnittfasern und Glasfasermatte?
Eine Matte besteht aus kurzen, durch ein Bindemittel verbundenen Fasern und ist für den schichtweisen Laminieraufbau konzipiert. Schnittfasern hingegen werden direkt in das flüssige Harz gemischt, um eine isotrope Verstärkung (ohne Vorzugsrichtung) zu erzielen. Schnittfasern sind vielseitiger für Spachtel, Füllungen und gießen, während die Matte besser für flache oder gebogene Laminate mit schichtweiser Dickenkontrolle geeignet ist.
Können sie mit anderen Füllstoffen wie Glashohlkugeln oder Kieselgel kombiniert werden?
Ja, problemlos. Die Kombination von Schnittfasern mit Glashohlkugeln reduziert das Gewicht des Endprodukts. Die Zugabe von Kieselgel AT2 erhöht die Thixotropie der Mischung und verhindert ein Verlaufen bei vertikalen Anwendungen. Diese Kombinationen sind in Verbundwerkstoff-Werkstätten und der Bootsreparatur weit verbreitet.
Welche Schutzausrüstung ist für die Arbeit mit Glasfasern erforderlich?
Lose Glasfasern können Haut, Augen und Atemwege reizen. Es wird empfohlen, bei Handhabung und Mischen Nitrilhandschuhe, Schutzbrille und FFP2-Partikelschutzmaske zu tragen. Einmal in die Harzmatrix eingehärtet, ist das Material inert und stellt kein Kontaktrisiko dar.
Wie weit reicht ein 1-kg-Beutel?
Die Ergiebigkeit hängt vom verwendeten Füllstoffanteil ab. Bei einem Anteil von 25 Gew.-% bezogen auf das Harz ermöglicht 1 kg Schnittfasern die Verstärkung von 4 kg Harz. Bei Spachtel mit 50 % reicht ein Beutel für 2 kg Harz. Bei punktuellen Reparaturprojekten kann ein Beutel für mehrere Einsätze ausreichen, da das Material bei trockener und feuchtigkeitsgeschützter Lagerung nicht altert.
Können sie für manuelles Spritzen ohne Schneidpistole verwendet werden?
Ja. Im Gegensatz zum industriellen Spritzverfahren (das Schneidpistolen für Endlosroving verwendet) liegen die 6 mm Schnittfasern bereits in der richtigen Länge vor, um sie direkt von Hand in das Harz einzuarbeiten. Dies macht sie ideal für kleine Werkstätten und semi-professionellen Einsatz ohne Spezialausrüstung.
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